AREION: Augenheilkunde - Prof. Dr. med. Hermann O. C. Gümbel
Shownotes
Nach dem Studium der Biochemie und Humanmedizin in Tübingen und Frankfurt am Main absolvierte er seine Facharztausbildung an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt, wo er zuletzt als Leitender Oberarzt tätig war. 2000 übernahm er in Ulm die Funktion des Ärztlichen Direktors und baute dort ein umfassendes Behandlungsspektrum in der Augenheilkunde auf.
Mit seiner langjährigen Erfahrung und zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen gilt Prof. Dr. Gümbel als ausgewiesener Experte für moderne Augenchirurgie – präzise, innovativ und mit höchstem Anspruch an Qualität und Sicherheit.
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00:00:00: Der Donau-Dreifem-Gesundheitscheck.
00:00:07: Und heute habe ich einen Gast bei mir, auf dem warte ich schon eine ganze Weile.
00:00:13: Es ist Professor Dr.
00:00:14: Hermann Gümbel.
00:00:15: Er ist der Augenarzt oder einer der Augenärzte hier in der Region in Schwaben, sagen wir mal so, sechzig, siebzig Kilometer Hund um Ulm.
00:00:25: Und dass ich den heute hier habe, habe ich natürlich auch vor ein paar Wochen meiner Frau erzählt und dann hat die mir sofort einen Fragenkatalog geschickt.
00:00:37: Ganz viele Dinge.
00:00:38: Herr Professor Kümmel, erst mal herzlichen schönen guten Tag, dass Sie da sind.
00:00:42: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:45: Meine Frau ist Brillenträgerin und hat auch Kontaktlinsen und das schon seit er früh in Kindheit mit Augenprobleme.
00:00:51: und dann hat sie natürlich gesagt, ja wenn du dann den Professor Gümbel da hast, dann kannst du den ja auch mal das und das und das fragen.
00:00:57: Also wenn es heute das ein oder andere Mal persönlich wird an der einen Stelle, anderen Stelle, bitte ich unsere Zuhörer das ein bisschen zu entschuldigen, aber es sind Fragen, die glaube ich jeden.
00:01:09: so ein bisschen interessieren würde.
00:01:12: Herr Professor Gümbel, wir haben uns gerade schon mal so ein bisschen ausgetauscht über Professor und Doktor.
00:01:19: Sie sind ja Professor Doktor Gümbel.
00:01:22: In was haben Sie denn Ihre Doktorarbeit geschrieben?
00:01:24: Genau, weil das Auge kann man glaube ich eine Menge drüber schreiben.
00:01:28: Aber gerade darüber habe ich nicht geschrieben, sondern ich habe in der inneren Medizin promoviert über Lungenentzündungen.
00:01:37: Und zwar Lungenentzündungen, die sowohl im häuslichen Bereich erlangt wurden, als auch eben Lungenentzündungen, die man in der Klinik bekommt.
00:01:49: Und das war eine Arbeit mit sechshundert-achtzig Patienten, die da ausgewertet wurden.
00:01:57: Und darunter waren unter anderem die ersten drei AIDS-Patienten.
00:02:01: Das Ganze hat dann der Uni Frankfurt stattgefunden.
00:02:05: Wie kommt man dann?
00:02:06: Also ich stelle gleich noch eine Frage zu diesem Thema Lunge, weil das interessiert mich sehr.
00:02:10: Aber wie kommt man dann von der Lunge zum Auge?
00:02:13: Ja, das ist eine gute Frage.
00:02:16: Man macht ein praktisches Jahr im Studium und im praktischen Jahr war mein Wahlfach noch nicht so bekannt.
00:02:26: Und dann sagte mir ein Freund, geh doch in die Augenhörkunde, da kannst du auch sehr viel selbst machen, auch als Student.
00:02:34: Du wirst gebraucht.
00:02:37: Und das habe ich gemacht.
00:02:38: und wahrt glaube auch, ich selbst nicht so schlecht, denn nach einem Jahr innere Medizin, die ich nach der Appropation hatte, habe ich ein Jahr in der inneren Medizin gearbeitet.
00:02:55: rief der Chef an und fragte mich, Gümbel, Sie sind gut gewesen.
00:03:00: Sie haben vierundzwanzig Stunden Zeit, sich zu entscheiden, ob Sie die Stelle bei mir wollen.
00:03:06: Dazu muss man wissen, ich bin ein Kind der Ärzte schwimmen.
00:03:11: Also all das, was man jetzt vermisst.
00:03:16: Damals gab es drei Stapel an Bewerbungen beim Chef auf dem Schreibtisch.
00:03:21: Einer wurde genommen.
00:03:22: Krass.
00:03:24: Das war mein Weg in die Augen, Herr Kunde.
00:03:29: Noch mal den halben Schritt zurück zum Thema Lunge.
00:03:34: Sie haben gesagt, dass ihre Doktorarbeit darüber ging, wo man sich die Lungenentzündung holt, also quasi im familiären Umfeld oder im Krankenhaus hinter der Institution.
00:03:47: Was ist denn dabei rausgekommen?
00:03:48: Also wo steckt man sich denn eher an oder stärker an?
00:03:54: Im Krankenhaus sind es die wesentlich schlimmer verlaufenden Lungenentzündungen, weil der Patient ja Immungeschwächt meist schon im Krankenhaus liegt.
00:04:05: Die häuslichen Lungenentzündungen waren oft die Keime, die wir kennen, aus Schnupfen oder Heißerkeit.
00:04:14: Streptoknocken, Pneumokokken, also die man sehr gut auch mit Antibiotika behandeln kann.
00:04:20: Aber die richtig harten Lungenentzündungen, die haben sie eben im Krankenhaus erworben.
00:04:27: Stimmt, weil wenn man ins Krankenhaus kommt, dann ist man schon irgendwie angeschlagen.
00:04:32: Und dann muss es noch gar nicht mal selber die Lunge sein, sondern man kann ja wegen des ganz anderen da sein, aber ... Darüber hatte ich mich mit Marc Röder auch schon unterhalten, der Mensch ist ja irgendwie gesamtheitlich zu sehen.
00:04:44: Ja.
00:04:45: Und auch wenn man ein dickes Knie oder irgendwas hat, dann ist der Körper ja da schon mit beschäftigt und dann mal arbeiten.
00:04:52: Das stimmt.
00:04:53: Okay.
00:04:55: Ich glaube, dass auch ein guter Lungenarzt an Ihnen verloren gegangen ist, aber wir sind sehr froh, dass Sie es in die Augen gegangen sind.
00:05:05: Warum ist das so, dass es diese Arztschwörmer heute nicht mehr gibt?
00:05:10: Haben sie ein Buch darüber geschrieben, wie anstrengend das ihre Arbeit ist?
00:05:13: Und jetzt überlegen sich das viele oder was?
00:05:15: Nein,
00:05:16: nein, nein.
00:05:16: Also letztlich dafür verantwortlich ist der Numerus Klausus.
00:05:21: Also ich hatte selber auch ein schlechteres Abitur mit zwei Komma drei.
00:05:26: Ich fand es ganz gut.
00:05:30: Aber trotzdem hat mich das nicht zum Studium zugelassen.
00:05:33: Deshalb hatte ich den Umweg über Werdienst, dann Krankenpfleger, dann Biochemie Studium, zwei Semester in Tübingen und Quereinstieg in die Medizin in Frankfurt.
00:05:49: Also ein etwas holpriger Weg,
00:05:52: aber
00:05:52: geschadet hat er nicht.
00:05:53: Der ist nicht holprig.
00:05:54: Der ist interessant.
00:05:56: Ja.
00:05:58: Okay.
00:06:00: Was fehlt denn dann heute, dass wir keine Ärzte mehr haben?
00:06:04: Also Numerus Clausus kann es ja nicht nur sein.
00:06:06: Es gibt ja viele Leute, die studieren wollen und es gibt auch viele Leute, wenn ihr die so fasst.
00:06:10: Die junge Leute, die sich gerne als Arzt werden.
00:06:12: Ja,
00:06:13: aber sie haben ganz viele fähige Leute, die eben nicht dieses Abitur haben.
00:06:18: Deshalb würde ich dem Medizinstudium unbedingt ein verpflichtendes Jahr vorschalten, in dem der potenzielle Student entweder erkennt dieses fach ist etwas für mich oder es ist nichts für mich.
00:06:34: also das heißt in krankenhaus pflegeheim rettungsdienst etc.
00:06:42: und dann zu sehen.
00:06:44: ok das mache ich
00:06:47: also.
00:06:47: ihre idee aufgreifend würde uns ja noch in der Gesellschaft viele andere Probleme ein bisschen lösen.
00:06:53: Wir haben ja genau in den Themen, die Sie gerade angesprochen haben in den Gebieten, haben wir ja Personal, Mangel, Personal, Probleme.
00:07:01: Das wird ja jetzt über die Wehrpflicht wieder diskutiert, auch die auf beide Geschlechter oder alle Geschlechter auszuweiten.
00:07:09: Ich bin ja, ich habe damals Zivildienst gemacht, ich war nicht bei der Bundeswehr, aber war Zivildienst noch gemacht, als ich bin Jahrgang Und ich fand dieses, ich hab meinen Zivildienst in der psychiatrischen Klinik gemacht, der psychiatrischen Fachklinik in Katzen-Ellenbogen.
00:07:25: Und ich muss ehrlich sagen, das waren dreizehn Monate, die mich, obwohl ich eigentlich aus einem ganz anderen beruflichen Feld kam, menschlich sehr viel weit gebracht haben, also weit her und weit gebracht haben und die ich auch gar nicht missen mag.
00:07:43: Also das war wirklich herausfordernd manchmal auch, aber auch extrem beleben für mein späteres Leben, muss ich sagen.
00:07:52: Und ich bin da ehrlich gesagt, ich persönlich kann es dabei, dass man das ruhig wieder ausrollen soll.
00:07:59: Auch weil man den jungen Leuten heutzutage ganz oft so eine Perspektivlosigkeit unterstellt, die vielleicht nicht ganz unbegründet ist bei dem einen oder anderen, bei anderen wiederum nicht.
00:08:09: Aber dann muss man es verpflichten für alle machen.
00:08:12: Das sollte man sich dann nicht rausnehmen dürfen.
00:08:16: Ja, meine Meinung
00:08:16: nach.
00:08:17: Gebe ich Ihnen völlig recht.
00:08:18: Also ein verpflichtendes Jahr für Männer und Frauen ist etwas, was einen weiterbringt.
00:08:26: Auch mich hat dieser holprige Weg weitergebracht.
00:08:31: Also ich bin da nicht blauäugig in dieses Studium hineingestolpert, sondern ich wusste, was auf mich zukommt.
00:08:38: Generell so der Weg über... Bayerische rotes Kreuz, deutsches rotes Kreuz.
00:08:44: Da gibt es ja viele Träger auch, die ganz viele Themen so.
00:08:47: Ich habe manchmal Röderer früher mal Rettungssanitäter gewesen.
00:08:53: Also da gibt es doch Wege, um dann doch in die Medizin, um dann doch Arzt zu werden.
00:09:01: Und das schadet ja überhaupt nicht, wenn man dann vorher erst mal in Anführungsdienst ein bisschen kleiner anfängt, aber eben schon mal spürt, mit was man es dann dann später zu tun hat.
00:09:12: Haben Sie es jemals bereut, Ihren Werdegang, den Sie in der Medizin gemacht haben?
00:09:19: Nie, nie.
00:09:22: Also, war das was, was Sie tief in sich schon gespürt haben?
00:09:26: Da geht es ja darum, Menschen zu helfen.
00:09:28: Also, wenn man Arzt werden will, muss man den tiefen Willen haben, Menschen zu helfen.
00:09:33: Ist das das, was Sie schon immer gespürt haben?
00:09:36: Man muss sagen, ich komme aus einem Arzthaushalt.
00:09:40: Mein Vater war Chirurg, Gynäkologe und letztlich dann Hausarzt, aber so ein Hausarzt mit sieben Tage die Woche, vierundzwanzig Stunden im Dienst.
00:09:53: Kommen Sie aus einer ländlichen Gegend?
00:09:54: An
00:09:54: einer ländlichen Gegend in Reinhold-Pfalz.
00:09:57: Wo kannst du genau her?
00:09:59: Landstuhl, also sehr... sehr ländlich geprägt.
00:10:05: Aber das war ein Teil.
00:10:09: Zum anderen war ich schon immer sehr mit Naturjagd verbunden.
00:10:18: Ich habe auch erwogen, Frostwissenschaften zu studieren, war auch mit sechzehn an der Uni Freiburg und habe mich da informiert.
00:10:26: Aber nachdem er gesagt wurde, einer von hundert wird ein Dienststelle beim Start bekommen.
00:10:35: Da habe ich davon Abstand genommen
00:10:37: und
00:10:38: bin jetzt... Da habe
00:10:39: ich den viel schwierigeren Weg.
00:10:43: Zum Augenarzt genommen.
00:10:44: Ja, aber ich bin seit einfünfzig Jahren bin ich eben bekennender Jäger oder eher Naturschützer und Jäger.
00:10:52: Also da habe ich sehr viel gemacht.
00:10:56: Genau, als Jäger zerlegt man ja auch die Tiere.
00:11:00: Das heißt, man lernt viel, schaut mal über tierische Anatomie.
00:11:04: Und da war auch immer schon Interesse da.
00:11:08: Spannend.
00:11:11: Aber jetzt sind sie eine der, ich würde mal sagen, der bekanntesten Augenärzte hier bei uns in der Region.
00:11:22: Die Augen sind ja eines unserer wichtigsten Sinnesorgane.
00:11:27: kommen ja ganz viele Patienten zu ihnen, die in der Regel irgendein Problem haben.
00:11:34: Leben wir, Herr Prof.
00:11:35: Grimbel, in einer Zeit, in der wir so ein bisschen vergessen, auf unsere Sinnesorgane aufzupassen?
00:11:43: Ja, das ist schon teilweise richtig.
00:11:46: Ich meine, wir strapazieren unsere Ohren in Clubs mit entsprechender Musik.
00:11:57: strapaziert nicht nur das Hörorgan, sondern eben auch eine Etage höher das Gehirn.
00:12:06: Unsere Augen hängen von morgens sieben Uhr beim Aufstehen bis abends immer wieder auf dem Handy in einem Abstand von dreißig Zentimetern.
00:12:17: Das heißt, Nahakommodation ist somit die stärkste Arbeit, die so ein Auge leisten kann.
00:12:25: Und unsere Sprache wird eben auch entsprechend gefordert.
00:12:33: Wir müssen wegen mir im Homeoffice, müssen wir Videokonferenzen machen.
00:12:39: Also wir gehen schon mit unseren Zinnesorganen nicht pfleglich um.
00:12:44: Als Sie damals als Augenarzt angefangen
00:12:46: haben,
00:12:48: gab es dann schon, gab es damals ... Mehr Prillenträger als heute.
00:12:54: oder gibt es heute mehr Prillenträger oder Menschen mit Augenthematiken als heute?
00:12:59: Also diese Statistik mag ich jetzt nicht genau benennen, aber es ist ganz klar, dass wir heute mehr Prillenträger haben.
00:13:11: Wenn wir auf das nicht so kleine Land China schauen, da ist mittlerweile jeder Zweite im Alter über vierzehn ist Brillenträger.
00:13:22: Das reden wir also über sechshundert Millionen Menschen, weil da leben ja über eins Komma drei Millionen Menschen.
00:13:28: Das ist
00:13:28: ja Wahnsinn.
00:13:30: Aber das bedeutet auch, dass wir die Tätigkeiten in der Schule zum Beispiel mit Tablet, dann Kinder wieder auch in der Diskussion mit Handy in der Schule.
00:13:46: Wir haben etwas, was wirklich kritisch gesehen werden muss.
00:13:52: In Schweden mittlerweile schafft man die Tablets wieder in der Schule ab, weil die Handschrift auch verloren geht.
00:14:00: Es ist also, wir müssen nicht alles, was uns technologisch weiterbringt, auch in allen Bereichen einführen.
00:14:12: Hat denn ein Mann wie Sie und der auch so anerkannt ist, haben Sie denn einen gewissen Einfluss?
00:14:20: auf solche großen Konzerne wie Apple oder Samsung und so, die im Zeichen Mobile Advices halt Devices herstellen, fragen die denn auch mal nach bei ihnen oder Fernsehersteller, wie könnten wir das Auge schonender?
00:14:37: oder müssen sie da sozusagen von sich interaktiv auf die zugehen und sagen,
00:14:44: Also ich bin ein viel zu kleines Licht für diese Konzerne.
00:14:48: Wenn würden dann Anfragen über die deutsche ophthalmologische Gesellschaft, übrigens die älteste ärztliche Gesellschaft in Deutschland, die es gibt und darüber müsste das kommen, kommt aber nicht.
00:15:05: Also das einzige, was man sagt, Blaulichtfilter vor Bildschirmen wird empfohlen.
00:15:14: Aber dass man jetzt von diesen Konzernen aus interagiert mit der Gesellschaft, nein.
00:15:24: Das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen schade, weil sie stellen ja nun Produkte her, die zugegebenermaßen, glaube ich, über neunzig Prozent der Bevölkerung regelmäßig benutzen.
00:15:34: Also selbst meine Oma, die ist dreiundneunzig auf dem Handy.
00:15:38: Sie guckt nicht so oft drauf wie ihr Enkel.
00:15:44: Selbst die hat eins inzwischen.
00:15:47: Was genau passiert denn da?
00:15:49: Jetzt werden wir mal ein bisschen fachlich.
00:15:52: Wenn wir auf diese Bildschirmen starren, also woher kommt denn dann die Schädigung?
00:15:56: Was genau passiert da?
00:15:57: Also wir haben, ich hatte vorhin erwähnt, diese zwanzig-zwanzig-Regel.
00:16:03: Wir haben einen selteneren
00:16:05: Liedschlag.
00:16:07: Also wir müssen mal vom äußeren Auge ausgehen.
00:16:10: Das heißt, wir haben nur zehn Liedschläge pro Minute.
00:16:14: Wenn wir uns jetzt unterhalten, haben wir Liedschläge von zwanzig pro Minute.
00:16:19: Das heißt, die Benetzung des Auges ist schon deutlich besser, wenn wir nicht auf den Bildschirm schauen.
00:16:27: Und das ist ja, ich würde mal sagen, die häufigste Augenerkrankung überhaupt, ist das SICKER-Problem.
00:16:35: Das trockene Auge, das aber daraus resultiert, dass einfach der Tränenfilm teilweise aufreißt oder einfach nicht gut genug über die Hornhaut gleitet.
00:16:52: Damit haben sie ein Problem, Druckgefühl, Fremdkörpergefühl.
00:16:57: Das bewirkt das schon.
00:17:01: Also was bestehen die Tränenflüssigkeit, das ist das, was man weinen muss, hier ein bisschen mehr fließt, aus.
00:17:07: was besteht das?
00:17:08: Also
00:17:08: sie haben drei Phasen, eine wässrige, eine schleimige und eine fettige Phase.
00:17:14: Das heißt, in ihrem jugendlichen Alter haben sie noch alle drei Phasen, in meinem fortgeschriebenen Alter, habe ich mehr wässrige Flüssigkeit, die von der Drehendrüse produziert wird und das Fettige und das Schleimige wird weniger.
00:17:35: Und ein Auto fahren sie auch nur mit Öl, mit Wasser macht der Motor relativ schnell Schlapp.
00:17:43: Und deshalb substituiert man auch Tränenflüssigkeit, die eben speziell diese fettigen und schleimigen Phasen ersetzen.
00:17:53: Das ist das typische Hörleron, Topfen und solche Sachen.
00:17:56: Ja, da gibt es
00:17:57: mehrere
00:17:58: Instanzen.
00:17:59: Okay.
00:18:04: Ist da irgendwas drin?
00:18:06: Natürlich, nicht das, was wir jetzt supplementieren, sondern ist da irgendwas in dieser Tränenflüssigkeit drin?
00:18:14: Die haben es mal gekostet, schmeckt immer so leicht salzig.
00:18:17: Ja, also das ist diese bessere Phase.
00:18:21: Und dann haben sie noch Lysozüme, Enzyme drin, die auch die Bakterien in Schach
00:18:27: halten.
00:18:27: Sie haben immer eine gewisse Anzahl an Bakterien in der Tränenflüssigkeit, aber mit denen kann der Körper umgehen.
00:18:36: Nur wenn die die Überhand gewinnen, dann haben sie eine bakterielle Binderhauternzündung.
00:18:42: Und das ist ein relativ... oft auftauchen das Krankheitsbild, habe ich mir mal sagen.
00:18:48: Das ist eine Bindehautentzündung.
00:18:49: Ja,
00:18:50: Bindehautentzündung, dann Gerstenkorn, Hagekorn, die sich draus dann resultieren aus dieser Bakterienüberbesiedlung.
00:19:00: Gibt es nur eine Austrittsstelle am Auge, wo das drauf kommt, oder ist das viel großflächiger als man jetzt denkt?
00:19:06: Das ist großflächiger
00:19:07: und sie haben auch Trüsen im Bereich der Lieder, die sogenannten Mai-Bohm-Trüsen, ganz wichtig, die einen sehr fettigen Anteil in den Tränenfilm reinschicken.
00:19:22: Prof.
00:19:22: Kim, begibt es denn irgendwas aus dem Alltag, wo ich jetzt sage, muss ich sagen, achten Sie mal ein bisschen da drauf, daran merken Sie, dass Sie eines dieser Dinge gerade nicht so gut haben.
00:19:34: Also, wenn man morgens aufsteht, hat man ja ganz oft so Schlafsand, wenn der irgendwie Besonders viel ist oder so vielleicht man diese Richtung.
00:19:43: gibt es da was auf was man selber achten kann.
00:19:45: Ja, also ich empfehle meinen Patienten oft Wellness für die Augen.
00:19:50: Geht sehr einfach.
00:19:51: Sie haben ein Waschlappen, halten den unter das Wasser mit lauwarm, so körperwarm, seit etwa vierzig Grad warm und legen den auf ihre beiden Augen.
00:20:07: mit geschlossenen Augen und lassen das so zwei, drei Minuten einwirken, bis der Waschlappen erkaltet ist.
00:20:15: Anschließend horizontal massieren Sie die Lied Ränder.
00:20:22: Damit bringen Sie die aufgewärmten Trüsen, bringen Sie dann dazu, dass Sie etwas mehr Sekret in den Tränenfilm reinschicken und dann haben Sie sofort ein besseres Gefühl.
00:20:37: Das ist gerade angesprochen haben.
00:20:39: Ich habe immer ein bisschen ein Problem, dass ich so ein bisschen dunkle Augenränder habe.
00:20:44: Ja,
00:20:45: hier so
00:20:46: unterhalb.
00:20:49: Ich glaube, das liegt daran, dass ich zwei kleine Kinder habe, die mir meinen Schlaf immer mal wieder ein bisschen
00:20:54: haben.
00:20:54: Ja, also übernächtigt sind das dann die Augenringe im Volksmund bezeichnet.
00:21:02: Das ist dann auch häufig ein Erfolg einer etwas vermehrtend durch Blutung im Bereich der Liedhaut.
00:21:12: Und das erscheint dann dunkler.
00:21:14: Und warum schwellen dann zum Beispiel?
00:21:16: Es gibt ja auch Leute, die haben ja ganz dicke Drehensäcke unter den Augen.
00:21:20: Warum schwellen die dann so an?
00:21:22: Also sammelt sich da Flüssigkeit an, die
00:21:25: nicht mehr abtransportiert werden?
00:21:27: Die Augen sind in einem Fettbett gelagert.
00:21:31: Also die Augenhöhle.
00:21:35: enthält ein Fettbett und das ist abgegrenzt nach vorne zur Haut mit einem sogenannten Septum, also einer Bindegewebs- und
00:21:47: Schicht
00:21:48: und die erschlafft langsam.
00:21:51: Das ist auch ganz unterschiedlich und die boilt sich dann aus, weil von hinten das Fett drückt.
00:21:58: Und das sind diese Drähnenzäcke.
00:22:03: kann man operieren, ist ein plastischer Eingriff, aber nicht ohne, weil dieses Fett sehr gut durchblutet ist und auch immer die Gefahr besteht, dass bei so einem Eingriff es eine Nachblutung gibt und man dann eben um das Auge herum eine massive Blutung hat, die dann eventuell sogar entlastet werden muss.
00:22:27: Ist das Auge in irgendeiner Form mit der Nase verbunden?
00:22:32: Ja.
00:22:32: Klar.
00:22:34: Das heißt also, wenn ich irgendwas rieche, was scharf oder irgendwie so, was ist dann Tränenmeer in die Augen?
00:22:40: Ja,
00:22:41: die Zwiebeln sind da
00:22:42: zum Beispiel.
00:22:44: Also die Tränen müssen ja abfließen und da gibt es einen unteren und einen oberen Tränenweg.
00:22:51: Der untere transportiert seventy-fünf Prozent der Tränenweg, die der obere twenty-fünf Prozent.
00:22:58: Das kann man fast vernachlässigen, aber ist dieser Tränenweg verschlossen.
00:23:03: Jetzt komme ich wieder auf Baby zum Beispiel.
00:23:07: Es gibt viele Kleinkinder, Babys im Alter bis zu einem Jahr, die ein verklebtes, vereitetes Auge haben.
00:23:17: Warum?
00:23:19: Ganz einfach, weil sich Bakterien sammeln, weil der Abfluss verschlossen ist.
00:23:25: Und zwar, es kommen immer mehr Babys per Kaiserschnitt zur Welt.
00:23:29: Das heißt, Die haben nicht den Durchtritt durch den Geburtskanal.
00:23:34: Durch den Durchtritt der Geburtskanal entsteht ein hoher Druck aufs Auge und dann platzt diese hassnasche Klappe.
00:23:42: So wird die bezeichnet.
00:23:44: Und dann ist der Drehendweg offen.
00:23:47: Ist das nicht der Fall?
00:23:49: Muss man diesen Drehendweg dann eröffnen mit einer Sondierung, die man heute in einer leichten Narkose durchführt.
00:23:59: Und das ist ein Eingriff von fünf Minuten.
00:24:02: Und dann hat das Baby keine Probleme mehr.
00:24:08: Das sind genau die Dinge, warum ich diesen Podcast so liebe, weil das weiß man ja einfach gar nicht.
00:24:13: Und das finde ich ganz toll, dass sie uns das so sagen.
00:24:19: Das haben wir ja vorhin schon mal so ein bisschen über das Thema, wir haben es genannt, zwanzig zwanzig gesprochen, ja?
00:24:25: Also Augen schonende Thematik.
00:24:29: Vielleicht mal.
00:24:31: Für unsere Hörer und Zuhörer, wenn ich jetzt einen Film schaue irgendwo, das ist ja gerade das, was sie gerade gesagt haben, dass man so eine Serie geht, inzwischen auch über eine fast eine Stunde, einfach mal stopp drücken oder und mal eine Weile die Augen schließen und würde das auch schon mal helfen.
00:24:52: Ja, wobei, wenn Sie einen Film schauen, wegen mir auf einem Bildschirm, drei, vier, fünf Meter entfernt, das belastet nicht die Akkumutation.
00:25:03: Das heißt, da wird die Linse nicht zusammengekugelt, um in der Nähe zu sehen, sondern die hat den Fernmodus drin.
00:25:13: Das ist entlastend.
00:25:14: Was belastend ist, ist einfach das trockene Auge.
00:25:17: Sie sitzen in einem schön geheizten Wohnzimmer, vielleicht noch einen Kamin an oder so.
00:25:22: Und da ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering.
00:25:25: Da hilft es einfach, die Luftfeuchtigkeit anzuheben, beziehungsweise auch vermehrt zu blinkern.
00:25:34: Muss ich dazu was Bestimmtes essen oder trinken, weil Sie das Thema Ernährung vorhin mal angesprochen haben?
00:25:39: Ja, also diese, ähm, Eins Komma Fünf Liter sollten Sie unbedingt wahrnehmen.
00:25:46: Ich bin da selber davon betroffen gewesen.
00:25:49: Noch in meiner Zeit, äh, als Chef im BWK, ähm, hatte ich nach einem Vormittag im OP immer Kopfschmerzen.
00:26:01: Und dann hatte ich eine sehr gute Sekretärin, der hat gesagt, Professor, Sie trinken zu wenig, stellte mir eine Flasche Wasser auf den Tisch.
00:26:11: Sie gehen nicht eher nach Hause, bis die ausgetrunken ist.
00:26:14: Wie groß war die?
00:26:16: Ja, das war so ein Literflasche.
00:26:18: Ja, gut, am Morgens hat man sein Kaffee.
00:26:20: Ja, das zählt alles auch.
00:26:22: Das zählt alles, ja.
00:26:23: Aber diese µL sollte man unbedingt einhalten.
00:26:28: Und vorhin haben sie was von gelben Rüben gesagt.
00:26:31: Also ich kenne es von meiner Oma, die mir immer die Möhren verkauft hat.
00:26:37: Die sind gut fürs Auge.
00:26:38: Ja, also unter anderem.
00:26:41: Ja,
00:26:42: natürlich.
00:26:42: Warum?
00:26:42: Was ist denn drin in diesen gelben Rüben oder in den Möhren?
00:26:46: Was das Auge braucht?
00:26:47: Vitamin A, ja.
00:26:50: Also gehört unter anderem dazu, dann haben sie Brokoli, Zucchini, also im Prinzip eine gemüselastige Ernährung, Stichwort grünes Gemüse, wobei die Möhre ja jetzt nicht so ganz grün ist, aber das ist auch sehr, sehr für die Augen und das Sehen von Vorteil.
00:27:13: Ich habe mal gelesen, dass so farbige, also... Wenn es nicht grün ist, sondern farbiger wird, dass so mehr Zuckeranteil ist im Gemüse.
00:27:21: Ja, gut.
00:27:22: Zucker ist auch immer ein nettes, nettes Stichwort.
00:27:27: Aber da kommt es eher auf die Ballaststoffe an, die auch den Darm letztlich reinigen.
00:27:37: Also das Mikrobiom des Darmes ist ja in der Forschung immer mehr in den Mittelpunkt gerückt worden, wenn das stimmt, dann stimmt auch viel mehr am Körper.
00:27:48: Es haben ja viele Menschen heutzutage, sag mal mal Ernährungsgewohnheiten, sich angeeignet, die nicht immer gesundheitszuträglich sind.
00:28:00: Sie sprechen fast Fudan.
00:28:02: Ja.
00:28:03: Da ist ja von diesen Vitaminen, diese, der alle genannt haben, in der Regel nichts drin.
00:28:09: Und die helfen sich dann ganz oft, weil sie dann doch, sagen wir mal, in den sozialen Netzwerken oder sowas, was gelesen haben mit Supplementierung.
00:28:18: Ist das denn etwas, was Sie hier hat, Professor, unterstützen grundsätzlich?
00:28:21: Oder wo Sie sagen, naja, ist okay, aber es sollte schon auch auf einen natürlichen Weg da reinkommen?
00:28:27: Also ein klares Jein.
00:28:31: Okay.
00:28:34: Der ältere Mensch hat mit seinem Darm eine geringere Aufnahmefläche und bei einer speziellen Erkrankung am Auge, der altersabhängigen, markulartige Generation, in dem das Zentrum des Schärfsten sehensbetroffen ist, in dem eine hohe Konzentration an Lutein, Zeaxantin und Zink ist, Da ist er einfach nicht in der Lage, mit der Nahrung genügend aufzunehmen.
00:29:07: Und dafür wurde ich auch eine Supplementierung mit speziell dafür vorgesehenen Nahrungsergänzungsmittel.
00:29:17: Ansonsten bin ich auch jemand, der ganz gerne Vitamin C zu sich nimmt.
00:29:24: In Form einer Kapsel.
00:29:25: Vitamin C wird normalerweise, wenn sie Orangensaft trinken, auch ganz schnell wieder aufgenommen.
00:29:32: Wenn das Mikro verkapselt ist, haben sie das länger.
00:29:36: Weil es erst.
00:29:38: Ja.
00:29:38: Und Vitamin C ist ein ganz starkes Antioxidationsmittel.
00:29:43: Und da ich auch früher mit Virologen zusammengearbeitet habe und gesehen habt, was Vitamin C mit Viren anstellt, es klingt die richtig gut.
00:29:53: Wahnsinn, ne?
00:29:54: Ja.
00:29:54: Und deshalb, also so eine Vitamin C-Kapsel, die zu quasi den Tages, die Tagesdosis entsprechend da, das befürchte ich schon, ja.
00:30:09: Meine Frau ist schon seit, jetzt wird es persönlich, aber meine Frau ist ja schon seit ihrer Kindheit Brillenträgerin.
00:30:17: Ja.
00:30:18: Wie viel Anteil ist denn, wenn man Brille tragen muss, schon als Kind?
00:30:26: Wie viel ist davon vererbt?
00:30:27: Wie viel ist ... normalerweise bekommt man ja Brillenträger erst ab einem gewissen Alter.
00:30:36: Ich merke es jetzt so langsam, obwohl ich keinen Brillenträger bin.
00:30:38: Übrigens der einzige in meiner
00:30:39: Familie.
00:30:43: Ist das eine vererbliche Sache mit den Augen oder ... Ist das eine Geschichte, die man als Kind ernährt wird?
00:30:52: Kommen erst mal alle Babys mit den gleichen Augen auf die Welt.
00:30:56: Ja.
00:30:58: Wunderbar.
00:30:58: Dafür sind wir heute hier.
00:31:00: Dann werde ich auch mal persönlich.
00:31:01: Ich bin der einzige Prillenträger in meiner Familie.
00:31:05: Aber ich habe auch etwas getan, was ... eigentlich diesem harten Handy-Konsum entspricht.
00:31:14: Ich habe siebzig Bände Kalmai unter der Bettdecke mit einer Taschenlampe gelesen.
00:31:19: Das hat meine Augen
00:31:21: sehr,
00:31:22: sehr beansprucht und habe dann eine
00:31:26: Schulmyopie
00:31:28: entwickelt.
00:31:29: Das heißt so ab meinem neunten Lebensjahr hatte ich dann eine Kurzsichtigkeit von einem Dioptrin, dass sich dann bis auf vier Dioptrien im Erwachsenenalter angestiegen ist.
00:31:44: Ja, also damit will ich nur sagen, diese ständige Akkommutation, die reizt das Auge, um auch ein Stück länger zu werden, eine sogenannte Achsenmyopie zu entwickeln.
00:32:01: Wenn sie aber als Ehepaar, Vater minus fünf, Mutter minus drei heiraten ist und da auch noch in der Familie, Bruder, Schwestern alle eine Brille tragen, alle kurzsichtig sind.
00:32:21: Lässt die ganz große Vermutung, dass da auch ein genetischer Fußabdruck ist.
00:32:27: Und dann muss man auch damit rechnen, dass auch die Kinder früher kurzsichtig werden.
00:32:34: Ja, der Herr Warms hat auch sehr viel unter der Bettdecke gelesen.
00:32:37: Ich frag mich manchmal, warum man das gemacht
00:32:39: hat.
00:32:39: Du kannst einfach die Eltern... Ja, aber das ist ja falsch
00:32:42: gewesen.
00:32:43: Ich meine, heutzutage werden glaube ich viele Eltern froh, wenn ihre Kinder mehr lesen würden und dann wäre das auch vollkommen okay, wenn dann Licht halt noch ein bisschen brennt, dann geht man halt um halb zehn oder so nochmal rein und sagt, so, bist nicht schon müde.
00:32:58: Aber meistens ist ja die Geschichte, man will sie noch zur Ende lesen oder das Kapitel wenigstens.
00:33:04: Ich lese meinem Sohn gerade, oder meine Frau und ich lesen gerade Harry Potter den ersten Teil vor.
00:33:08: Er kann ja noch nicht selber lesen.
00:33:09: Er ist in der ersten Klasse, aber er lernt es gerade.
00:33:13: Aber es ist natürlich, ich merke jetzt so langsam mit bald fünfzig, dass es mir abends richtig schwer fällt bei dem, bei dem Licht, was ich da, also so eine Leselampe, die wir ihm da gebaut haben, die Konzentration hochzuhalten, um diese relativ klein gedruckten Text zu lesen.
00:33:33: meiner Frau sagt schon eine Weile, ich soll mir jetzt endlich eine Brille anschaffen, weil schwerhörig bin ich schon und blind werde ich
00:33:40: gerade.
00:33:40: Naja, aber dann sind Sie mit fast fünfzig, sind Sie ja noch sehr, sehr gut dran.
00:33:47: Meist laufen mit dreiundvierzig, vierundvierzig mit einer Lesebrille herum.
00:33:52: Sie haben eventuell den Goetheblick.
00:33:55: Das fühlte mich ein bisschen, aber ich glaube, bei mir ist es ein Stück weit, Herr Professor, es ist ein bisschen Leidlichkeit.
00:34:04: Ihnen steht diese Brille ganz hervorragend, aber ich habe schon mal eine Autofahrbrille für eine Weile gehabt, weil ich einen Vorfall hatte und da besser eine tragen sollte.
00:34:16: Das habe ich dann knappe zwei Wochen durchgehalten.
00:34:19: und dann die Brille ist übrigens immer noch in meinem Auto.
00:34:23: Sie wandert von jedem Auto.
00:34:25: Zum neuen Auto immer in dieselbe, da gibt's ja wenn man so, gibt's dann so eine kleine Klappe unterhalb, dort liegt die dann immer drin.
00:34:33: Es steht übrigens mein Führerschein nicht drin, dass ich eine tragen muss, aber sie ist da nur für alle Fälle, wenn ich mal wirklich nachts nach Hause muss und merke, oh.
00:34:41: Ja, es gibt eine Nachtmyopie.
00:34:43: Gibt es eine?
00:34:44: Ja, eine Nachtmyopie heißt, also ihre Popille wird weiter.
00:34:49: Die tiefen Schärfe sinkt und das entspricht ungefähr einer Dioptrienzahl von minus Null Komma Fünf bis Minus Eins.
00:34:59: Und wenn Sie das mit einer Brille ausgleichen, sehen Sie auch in der Nacht wieder besser.
00:35:05: Was ist eine völlig bescheuerte Frage weiß ich, aber was bedeutet eigentlich Minus und Plus bei den Dioptrien?
00:35:13: Also.
00:35:14: So ein Auge hat ungefähr eine Länge von dreiundzwanzigkommar fünf mm und ist das Auge kürzer.
00:35:25: Dann kriegt es eine Linse, die quasi eine Sammelinse, die den Brennpunkt in diesem kurzen Auge erwischt.
00:35:36: Und ist das Auge länger, also ein kurzsichtiges Auge, dann kriegt es eine Zerstreuungslinse, um dann eben auch wieder einen Brennpunkt zu entwickeln.
00:35:48: Und das geht über die Diopterienzahl und dann sind sie entweder weitsichtig, hyperob oder kurzsichtig, myob.
00:36:01: Also wie viele Diopterien sollte man dann regelmäßig an der Brille tragen?
00:36:06: Ich mach das ja immer abhängig davon, ist jemand ein Nichtbrillenträger, der eigentlich in die Brille nie gewohnt ist und er hat ein halbes Dioptrin Minus und sagt, naja, gut, in der Nacht, dann sage ich ihm, ziehen Sie tagsüber keine Brille auf.
00:36:32: Aber ich schreibe Ihnen eine... Fernbrille auf, die Sie vielleicht nachts beim Autofahren ausprobieren sollten.
00:36:40: Und wenn Sie damit besser zurechtkommen, dann tragen Sie sie bei der Gelegenheit.
00:36:45: Aber bei Ihnen im Büro oder in der Werkstatt kommen Sie locker ohne aus.
00:36:55: Jetzt wird es sehr persönlich.
00:36:56: Herr Professor, was halten Sie von operativen Eingriffen am
00:37:00: Auge?
00:37:02: Sehr viel.
00:37:03: Ich habe genügend durchgeführt.
00:37:06: Also ist das etwas, wo Sie sagen, wenn das notwendig ist, ist es der beste Methode, um da wieder klaren Blick zu bekommen?
00:37:16: Oder kann eine Brille das schon alles auch leistet?
00:37:19: Sie sprechen jetzt die refraktiven Eingriffe
00:37:21: an.
00:37:22: Müssen Sie mich kurz abholen?
00:37:23: Refraktiven
00:37:24: Eingriffe, das heißt Korrektur der Kurzsichtigkeit, Korrektur der Weitsichtigkeit.
00:37:29: Genau.
00:37:31: Also ist mittlerweile nach...
00:37:35: über
00:37:36: dreißigvierzig Jahren ist es eine etablierte Methode, aber mit der Einschränkung sollte nicht zu früh und nicht zu spät erfolgen.
00:37:49: Wollen Sie uns den Korridor mal sagen, was zu früh oder zu spät wäre?
00:37:54: Als Mann ist man augentechnisch erwachsen, sprich das Auge ausgewachsen, so etwa ab dem Dreiundzwanzigsten Lebensjahr.
00:38:04: So spät erst?
00:38:05: Ja,
00:38:06: bei Frauen zwanzigster oder ein zwanzigstes Lebensjahr.
00:38:12: Das heißt korrigiert man zu früh mit achtzehn.
00:38:17: Dann haben sie ein
00:38:20: Erfolg, klar,
00:38:22: aber das Auge wächst noch etwas nach.
00:38:25: Und dann haben sie eine sogenannte Regression.
00:38:28: Das heißt auf einmal mit die Patientin wieder zu ihnen und sagt, jetzt bin ich wieder kurzsichtig von allen Dioptri und dann kann man nachlesen, wenn die Hornhaut dicke das erlaubt, aber ansonsten ist das, ja, man sollte es wirklich so ab, bis zum im dreientreißigsten, vieren dreißigsten Lebensjahr, denn dann haben sie wieder ab, ähm, dreienvierzig, vierenvierzig, haben sie die Alterssichtigkeit.
00:39:11: Ähm, dann kommt eine Zeit, äh, sie sind zwar richtig normal sichtig, so ämmetrop, aber sie merken, in der Nähe wird sie immer schlechter und sie brauchen eine Lesebrille.
00:39:25: Also macht sie jetzt dann auch nicht unbedingt glücklicher, ja.
00:39:30: Und dann gibt es eben noch dann die Möglichkeit, über eine intraokulare Kontaktlinse zu korrigieren.
00:39:41: Das ist auch eine sehr gute Möglichkeit.
00:39:44: Wenn die Korrektur über die Hornhaut nicht erfolgen kann, dann können sie sowohl für die Ferne korrigieren, als auch wenn sie ihrem Alter zum Beispiel eine Korrektur wollen, sowohl ferner als auch nähe korrigieren.
00:40:03: Diese Methode ist vor allen Dingen wieder, sollte es in irgendeiner Weise nicht klappen, dass sie damit gut genug sehen, dann zieht man diese intraokulare Kontaktlinse wieder raus und hat eigentlich keinen Schaden an dem Auge verursacht, außer diesem Schnitt.
00:40:26: Wenn man jetzt schon Brillenträger ist, verschlechtert sich denn das Seevermögen trotzdem noch weiter?
00:40:33: Oder also wenn man jetzt, ich glaube, das ist die Brille meiner Frau.
00:40:37: Ich kenne sie, meine Frau jetzt seit dreizehn Jahren.
00:40:39: Ich glaube, das ist seit dreizehn Jahren die selbe Brille.
00:40:41: Ja, Glück gehabt.
00:40:45: Könnte das sein, dass sie vielleicht auch mal wieder gucken sollte, ob sie dann eine neue braucht, weil sie hat jetzt zwei Kinder bekommen für uns.
00:40:55: Professor hier im Haus gesagt, dass das nochmal was verändern wird, auch am Auge.
00:41:02: Also das Bindegewebe verändert sich unter diesen hormonellen Veränderungen, die eine Schwangerschaft durchmacht.
00:41:12: Deshalb sollte man abwarten, bis eine Schwangerschaft inklusive Stillzeit abgeschlossen ist.
00:41:20: Dann stabilisiert sich wieder das Binderhautgewebe.
00:41:24: was ja in der Hornhaut, das ist ein sogenanntes Bratitrophis, nicht durch Blute des Gewebe so stabil ist, dass man auch guten Gewissens da eine Korrektur durchführen kann.
00:41:37: Jetzt ist meine Frau, sie ist jetzt genau in dieser Zwischenzeit, die sie gerade beschieden haben.
00:41:46: Könnte sie denn jetzt zu ihnen kommen und sagen, ich hätte gerne so eine dauerhafte Linse, weil sie ist jemand, der sich jeden Morgen Das kann ich ja gar nicht.
00:41:56: Ich kann mir nicht mit dem Finger ins Auge greifen.
00:41:59: Ich meine immer so.
00:42:01: Ich habe es jetzt ganz über geplinselt mal für unsere Zuhörer.
00:42:05: Meine Frau kann das, aber sie hat gesagt, sie würde gerne eine dauerhafte Lösung haben.
00:42:11: Ja, das ist durchaus möglich.
00:42:15: Man schaut sich das Auge an.
00:42:19: muss sich die Netzhaut anschauen.
00:42:20: Das ist sehr wichtig, nicht dass da Veränderungen sind wie kleine Löcher etc, die da zu einer Netzhautablösung führen.
00:42:30: Und dann ist es möglich, ja.
00:42:32: Wie genau funktioniert denn das mit diesem Laser?
00:42:34: Also ich finde Laser finde ich immer total spannend.
00:42:38: Mit dem Laser kann man Dinge auftrennen, durchschneiden.
00:42:44: Und abtragen.
00:42:45: Und abtragen.
00:42:46: Okay, das ist der Punkt wahrscheinlich in der Augenlesertechnik.
00:42:51: Es wird was abgetragen.
00:42:52: Es wird abgetragen, es wird aber auch geschnitten.
00:42:55: Und es wird so berechnet, dass der Schnitt eine genügend Restdickel der Hornhaut übrig lässt.
00:43:15: refraktive Chirurgie war ja quasi das Auge etwas kürzer zu machen mit Einschnitten in der Hornhaut, also dass man die Hornhaut mit einem Skalpell
00:43:30: in
00:43:30: Kurentstücke quasi geschnitten hat, nicht ganz durch, aber dann ist die Hornhaut etwas eingesunken, hat zu einem wahnsinnigen Blendung geführt, aber Die Patienten brauchten entweder keine oder nur noch eine geringe Brille.
00:43:47: Das wurde in Russland letztlich durchgeführt, aber und zwar in einem Stil, das dann acht Tische da waren.
00:44:00: Da hat jeder eine bestimmte Prozedur gemacht.
00:44:03: Es ging darum, weil nicht genügend Prillengestelle da waren.
00:44:07: Also hat man mit dieser sehr günstigen Methode die Patienten wieder sehend gemacht.
00:44:16: Das ist ja jetzt heute kein Problem.
00:44:18: Das ist völlig
00:44:20: obsolet.
00:44:21: Ja.
00:44:23: Arbeiten Sie gerne mit dem Leser
00:44:25: inzwischen
00:44:26: und muss man damit eine besondere Ausbildung für haben als Augenarzt?
00:44:30: Also, ich habe meine operative Tätigkeit, habe ich vor einem Jahr eingestellt.
00:44:37: Okay.
00:44:39: Dann reden wir in der Vergangenheit.
00:44:40: Haben Sie gerne mit dem Leser gearbeitet?
00:44:42: Ja,
00:44:42: ich habe gerne mit dem Leser gearbeitet.
00:44:43: Das ist ja
00:44:44: schon Wahnsinn, was da in den letzten Jahrzehnten sich auch entwickelt hat auf diesem Gebiet, oder?
00:44:50: Ja,
00:44:50: also ich habe natürlich meine Kontakte und meine Leute, die wirklich spitze sind auf dem Gebiet.
00:44:59: Und da würde ich mich selber auf den Tisch legen.
00:45:03: Ich werde zwar immer gefragt, warum haben sie noch eine Brille und sind nicht gelesert oder nicht operiert.
00:45:09: Weil ich sage, als Kurzsichtiger habe ich in meinem Fall nämlich die Brille ab und habe ein ganz scharfes Sehvermögen in der Nähe, das für mich zuträglich
00:45:22: ist.
00:45:22: Und sie steht ihnen.
00:45:23: Das kann man ruhig auch mal sagen.
00:45:25: Sie haben einen Brillengesicht, wie man so schön sagt.
00:45:29: Schön ist, sie kleiden das Modell ausgesucht.
00:45:33: Ich schau schon die ganze Zeit, ob das was für mich wäre.
00:45:36: Jetzt haben wir ja, sagen wir mal, sehr persönlich und sehr abgetrifftet in die, in die, in die ganz große Welt.
00:45:46: Was wir vielleicht noch mal ein bisschen herausstellen sollten, ist zwei Dinge.
00:45:52: Also erstens, was kann ich denn selber im Alltag so tun, um meine Augen fit zu halten?
00:45:59: Also das ist ja was, das Augenlicht, Lesen, das Sehen, ist ja was, was man gerne bis ins hohe Alter möchte.
00:46:08: Kann ich denn etwas tagtäglich tun, um das ein bisschen, diesen Alterungsprozess, den Sie gerade angesprochen haben zu verringern?
00:46:15: Ja, also ganz wichtig ist Nikotinverzicht.
00:46:20: Nicht rauchen.
00:46:21: Nicht rauchen.
00:46:22: Also Nikotin ist ja unser stärkstes Gefäßgift, trifft Sowohl den Sehnerv, trifft sowohl die Netzhautgefäße, ist verantwortlich auch für die Makulante Generation.
00:46:39: Und deshalb muss man diesen Nikotinverzicht predigen.
00:46:45: Ist schwierig, wird auch von vielen Patienten dann manchmal belächelt.
00:46:53: Was ist richtig,
00:46:53: das muss man ansprechen.
00:46:54: Das ist
00:46:55: das, was Sie selbst
00:46:57: dafür
00:46:57: tun können.
00:46:59: Zum anderen auch den Augen Ruhezeiten gönnen.
00:47:04: Ausreichend Schlaf.
00:47:05: Also ganz wichtig.
00:47:07: Also diese sechs bis acht Stunden sollten eingehalten werden.
00:47:11: Und auch gerade im Schlaf entspannt das Auge.
00:47:17: Das sind ja nicht nur das Auge, sondern wir haben ja auch sechs Augenmuskeln, die sich bewegen und da gibt es auch immer mehr Trainingseinheiten, dass man zum Beispiel sagt, okay, meine Muskulatur, Halsrückenmuskulatur, kann ich entspannen mit speziellen Methoden, zum Beispiel mit Halswendung nach links, aber Augenbewegung nach rechts und umgekehrt.
00:47:53: Ja,
00:47:54: also kann ja die Zunge auch mit einspielen, habe ich mir sagen lassen.
00:47:57: Ja, die Zunge kann da auch mitmachen.
00:47:59: Also das sind Dinge, die ich durchaus ernst nehme.
00:48:02: Ja,
00:48:03: ja, ich auch.
00:48:03: Auch selbst mache, wird aber auch wiederum belächelt von vielen, wobei ich sage, was kostet das
00:48:11: nichts?
00:48:11: Gar nichts.
00:48:12: Ja, gar nichts.
00:48:14: Und deshalb rate ich auch dazu, so etwas zu machen, dann eben wie gesagt, diese Wellness fürs Auge, das ist etwas, was man auch zwischen Zähneputzen oder Namenzähneputzen einbringen kann.
00:48:33: Und bestenfalls glaube ich, vorn schlafen gehen, das Handy nicht mehr anzuschalten,
00:48:39: oder?
00:48:39: Das ist auch etwas, und das Handy auch nicht neben der Nachtisch legen, sondern vielleicht drei, vier Meter weiter.
00:48:49: Gut, Handystrahlung ist ein viel diskutiertes
00:48:51: Problem.
00:48:53: Was Apple zwölf, hat angeblich mehr Strahlung als die anderen.
00:48:58: Oh, krass.
00:48:59: Ja,
00:49:00: also das hat man... Da
00:49:00: bin ich aber froh, dass ich ein Dreizehner hab.
00:49:03: Hat man gemessen,
00:49:04: ja.
00:49:05: Okay.
00:49:06: Und das ist auch sicher nicht gesund.
00:49:12: Dieses Handy, das ist zu so einem Alltagsbegleiter geworden.
00:49:17: Wir haben jetzt bei uns im Schlafzimmer tatsächlich, Herr Worms redet jetzt mal über Schlafzimmergeschichten.
00:49:24: Nein, ohne Schatz, wir haben jetzt einen altmodischen Wecker wieder angeschafft.
00:49:29: Weil meine Frau gesagt hat, sie will abends das Handy weg haben, sie will nicht mehr abends im Bett liegen, nochmal gucken, nochmal scrollen, nochmal machen, nochmal tun, nochmal was schreiben.
00:49:41: Der Herr Worms, der sehr auf sein Handy fixiert ist, weil er irgendwie genau diese Dinge abends noch mal macht, noch mal schnell eine WhatsApp, noch mal schnell eine Mail irgendwie weiterleiten.
00:49:50: Muss sich jetzt so ein bisschen von seiner Frau erziehen lassen und ist da auch ganz willens.
00:49:55: Also auch sein Handy über Nacht weg zu tun.
00:50:00: Am besten unten in die Küche.
00:50:01: Dort macht es wirklich meine Frau hin zum Aufladen.
00:50:04: Und dann eben darauf vertrauen, dass dieser Wecker da ja auch eine Notstrom-Batterie drin hat.
00:50:10: Einen schon morgens weg, weil man hat sich über die letzten fünfzehn, zwanzig Jahre daran gewöhnt, dass das Handy einen morgens weg.
00:50:16: Das gab es bei mir noch nie.
00:50:18: Ich hatte immer Wecker.
00:50:20: Und
00:50:20: immer einen Hund, der auch Bedürfnisse anmeldet um sechs Uhr.
00:50:25: Ja, ja, super.
00:50:27: Ja, das ist bei mir ein bisschen länger her mit dem Hund, aber das war auch immer cool.
00:50:30: Das war ein super Wecker.
00:50:34: Okay.
00:50:36: Wie sind Sie eigentlich zu erreichen gekommen, wenn Sie ... Bundeswehrkrankenhauschef gewesen sind.
00:50:43: Ach,
00:50:44: der Professor Meier, Sie mal,
00:50:45: beim
00:50:46: Kaffee.
00:50:46: Ich
00:50:46: bin befreundet mit dem Professor
00:50:48: Meier
00:50:48: und er sagte, wir brauchen da noch eine Unterstützung im augenärztlichen Bereich.
00:50:53: und ja, wir können sehr gut miteinander.
00:50:58: Ich bin auch in seinem Vereinsupport.
00:51:00: Ich
00:51:01: habe auch selber noch bin im Vorstand Augenstern, also um Kindergesundheit kümmern wir uns.
00:51:10: Was ist das?
00:51:11: Erzählst du mal ein bisschen.
00:51:11: Was ist Augensterne?
00:51:13: Augensterne ist ein Verein gegründet in Frankfurt am Main.
00:51:18: Und wir kümmern uns um Aufklärung prophylaxe von Kinderaugen.
00:51:27: Das wird ja immer so ein bisschen beiseitegeschoben.
00:51:32: Leider auch manchmal von Kollegen.
00:51:35: das aufwändigen Kind zu untersuchen.
00:51:40: Das verwechselt sich schon noch.
00:51:42: Ja, aber wenn ein Kind schielt oder so versteckt schielt, dann kann das Auge nicht lernen zu sehen.
00:51:52: Es wird ampliob schwachsichtig.
00:51:54: Und das kann entscheiden über Beruf, den weiteren Fortlauf in seinem Leben, kann bestimmte Berufe einfach nicht ergreifen.
00:52:05: Und gleichzeitig auch jetzt diese Myopiprophylaxe, das heißt diese Kurzsichtigkeit kann man so ein bisschen einbremsen mit Augentropfen.
00:52:18: Da gibt es jetzt ein erstes zugelassenes Präparat, Reuna, was auf Atropinbasis beruht und darüber auch die Patienten aufzuklären, also vornehmlich die Eltern aufzuklären.
00:52:35: Was sie tun können, damit ihre Kinder gesunde Augen bekommen, wenn sie heranwachsen.
00:52:43: Ich war mit einem Mann, der ist ein Schwester.
00:52:46: Meine jüngere Schwester machte als Kind einmal das linke und das rechte für eine Weile.
00:52:53: Also war auch ganz früh schon Brillenträgerin und hat eine Fehlstellung im Auge.
00:52:58: Da wurde das zugeklebt.
00:53:01: Erst das eine und dann das andere.
00:53:02: Aber heute ... Zwischen dreht sie wieder Brille, all das bedingt natürlich.
00:53:07: Aber dieses lange Zeit dann, also noch bevor sie in die Schule gekommen ist, ist glaube ich das mit dem abgeklebten Auge weggekommen.
00:53:18: Also dann halt nur noch klassische Brennträgerin.
00:53:22: Also ich kenne das.
00:53:23: Das ist eine relativ alte Methode.
00:53:28: Man klebt das bessere Auge zu und stärkt das schlechte See in der Auge.
00:53:34: Sie müssen auch wissen, also ein Kinderauge hat erst mit dem vierten Lebensjahr die volle Sehkraft.
00:53:41: Was passiert vorher?
00:53:43: Vorher
00:53:43: entwickelt sich das Auge
00:53:44: noch.
00:53:47: Also das ist schon das Auge sehr nichts anderes als ein Stück vorgeschobenes Gehirn.
00:53:54: Und auch das Gehirn des Kindes entwickelt sich und genauso ist das mit der Sehkraft des Auges.
00:54:02: Ja, das ist ja.
00:54:03: dass
00:54:04: eines der wenigen rudimentären Dinge, die ich mir aus dem Biologieunterricht
00:54:08: gemerkt
00:54:08: habe, ist, dass das, was auf unsere Netzhaut auftrifft, ja immer spiegelverkehrt ist und dann vom Gehirn umgetreten werden muss.
00:54:19: Richtig.
00:54:19: Und ich habe gelesen, dass die Farben, die wir sehen, nur deswegen so die Farben sind, wie wir sie benennen, weil das für uns so ist.
00:54:32: für Tiere oder so könnten das ganz andere Farben sein.
00:54:35: Ja, also die haben auch ganz andere Farbenwahrnehmungen.
00:54:41: Ein Hund sieht blau und ansonsten grau Stufen.
00:54:46: Also das darf man nicht erwarten, dass der Hund einem begrüßt, wenn man jetzt da wunderbar in der roten Jacke kommt oder so, sondern die hat er eben in einem gewissen Graustufenbereich.
00:55:00: Und beim Stiel ist rot eine ganz schlimme, ganz Signalfarbe.
00:55:07: Aber auch Frauen zum Beispiel haben eine Zapfenart mehr, also nicht nur rot-grün-blau, sondern noch teilweise eine mehr.
00:55:19: Das sind dann nicht alle Frauen und können sehr viel besser Farben beurteilen als Männer.
00:55:25: Das kann ich mir vorstellen.
00:55:26: Das ist
00:55:27: natürlich ein Grund, weshalb... Ich
00:55:29: glaube auch, dass Frauen, und das meine ich überhaupt nicht despektierlich, aber ich glaube, dass Frauen auch diese verschiedenen Abstufungen von Farben erst in unserer Gesellschaft, in unser Leben gebracht haben.
00:55:41: Also wenn meine Frau mich was fragt, dann sage ich, also wenn es hochkommt, sage ich, ja, es ist so orange.
00:55:46: Und dann sagt ihr, das ist nicht orange, das ist keine Ahnung, dralla la pastel hast du nicht gesehen?
00:55:50: Und ich so, okay.
00:55:53: durch die Frauen wird unser Leben bunter.
00:55:55: Das ist im wahrsten Sinne des Wortes.
00:56:01: Sie sind auch verheiratet, oder?
00:56:02: Ja.
00:56:03: Dann können Sie dem ja nachvollziehen.
00:56:06: So, jetzt haben wir schon über fünfzig Minuten gesprochen.
00:56:12: Geht's Ihnen auch so, Sie könnten, also die Zeit hätten wir auch noch ein bisschen länger reden.
00:56:16: Das hat sehr viel Spaß gemacht.
00:56:18: Ich hätte noch eine Frage.
00:56:19: Ja.
00:56:21: Und nehmen Sie es mir nicht übel, aber Rion ist ja jetzt eine Privatklinik.
00:56:26: Also für Menschen, die auf ihre Gesundheit selber achten wollen, dafür ein bisschen Geld in die Hand nehmen oder halt Privatpatienten sind.
00:56:34: Ist es denn möglich für mich als ein normaler Mensch, der sagt, ja, aber ich möchte mich mal wirklich vom Professor Gümbel durch checken lassen, dass ich in Termin bei ihm bekomme?
00:56:43: Also, dass ich der Herr Worms mal zu Ihnen komme, Herr Prof.
00:56:46: Gümbel, und Sie mal gucken, ob das jetzt nicht vielleicht doch mit fünfzig langsam so weit wäre, dass der Herr Worms mal über seine Augen Fahrrad über den Nasenfahrrad nachdenkt.
00:56:56: Ja, also das haben wir ja relativ häufig.
00:56:59: Also auch gerade Zweitmeinungs-Patienten.
00:57:02: Also Patienten, die eventuell sogar eine Diagnose übergestellt bekommen haben, wo sie doch dran zweifeln.
00:57:12: und dann mal eine objektive Befundung haben wollen.
00:57:16: Also von jemand, der nicht sagt, ich zuck jetzt gleich das Messer und schneide ihn da irgendwas raus oder verpasst ihn eine neue Linse, sondern einfach, das ist Fakt, das müssen Sie beachten oder das müssen Sie
00:57:31: tun.
00:57:32: Und das ist so und vor allen Dingen ist es auch bezahlbar.
00:57:37: Also ein Beispiel, Der Mann unserer Haushaltshilfe hatte einen dermatologischen Termin in sechs Monaten.
00:57:49: Hatte aber Morts Probleme.
00:57:51: Also habe ich ihn zu unserer Dermatologin vermittelt.
00:57:56: Er hat gesagt, er wurde noch nie so gut untersucht.
00:57:58: Dr.
00:57:59: Frau, Dr.
00:58:00: Isabella Pastorello.
00:58:01: Und ist, glaube ich, mit einer Rechnung von siebensechzig Euro rausgegangen.
00:58:09: Ja.
00:58:12: Und sie haben vorhin gesagt, sie operieren nicht mehr selber.
00:58:15: Ja.
00:58:16: Das heißt also, sie sind sozusagen der Spezialist in seiner Diagnose und eben, wie sie gerade so gesagt haben, wenn man von einem anderen Augenarzt kommt und nochmal eine Fremdmeinung haben möchte, eine andere Meinung haben.
00:58:30: Ich glaube, das könnten sie mal noch machen, einen gefallenen Ton.
00:58:34: Ich glaube, dass wir alle irgendwie viel zu viel Angst haben, mal noch mal einen anderen Arzt zu fragen, nur weil einer einem jetzt was gesagt hat.
00:58:43: Das ist doch gar keine Schande.
00:58:44: oder empürten Sie das als, wenn ein Patient von Ihnen noch mal bei einem, was weiß ich, Prof.
00:58:50: Spiegel oder sowas nachfragt?
00:58:51: Nein, ich empfehle
00:58:53: das sogar.
00:58:55: Also ein Patient, der mit meiner Diagnose unsicher ist, dann sage ich, wissen Sie, eventuell ist dieser Augenärzt oder diese Augenärztin noch viel fitter als ich und ich schick sie mal dahin
00:59:12: und
00:59:13: dadurch, dass ich eben auch sehr gute Kontakte habe, deutschlandweit oder sogar europaweit, ist es dann auch einfacher da ein Termin zu machen.
00:59:28: wird sehr gerne angenommen.
00:59:30: Mir fehlt da wirklich kein Zacken aus der Krone, wenn ich da zu einem anderen Kollege verweise, ganz im Gegenteil.
00:59:36: Und wenn dann diese Diagnose bestätigt wird, dann sind alle zufrieden.
00:59:42: Weil mir fällt so auf, die meisten Menschen von uns machen sich Gedanken und holen sich Infos rein über ihr neues das Handy oder über eine Entkleidungsstück oder sonstiges.
00:59:53: Und bei Ärzten nennt man halt ganz oft so, ja okay, es hat jetzt Die oder der Arzt, Arzt gesagt, okay, dann ist es so, aber man, wenn man doch in sich drin spürt, die wird schon gerne noch mal jemanden anders fragen.
01:00:05: Ja.
01:00:06: Dann sollte man das auch machen.
01:00:07: Das ist ja auch gar nie böse gemeint, oder?
01:00:09: Nein, nein, nein, nein, nein.
01:00:10: Ich finde das gut, ja.
01:00:13: Und das ist etwas, was dann auch, ja, Auge ist, Spiegel der Seele, sagt mal Leonardo da Vinci, was dann eben auch die Seele bewirkt.
01:00:27: Find ich ganz, ganz toll.
01:00:29: Ich finde auch unser Gespräch ganz, ganz toll.
01:00:32: Und deswegen sehr, sehr traurig, dass wir es jetzt aber irgendwie auch heute beenden müssen, weil sie müssen noch ihre anderthalb Liter heute trinken.
01:00:40: Ja,
01:00:40: und nur ein bisschen arbeiten.
01:00:42: Nur
01:00:42: ein bisschen arbeiten.
01:00:43: Sie haben meinen Angebot vorhin nicht angenommen.
01:00:45: Ich werde Ihre Assistentin nochmal anrufen und Ihr Bescheid gehen.
01:00:50: Aber
01:00:50: ich habe heute schon einen Halten.
01:00:51: Ich
01:00:51: bin stolz auf Sie.
01:00:53: Herr Prof.
01:00:54: Gümbel, erst mal haben wir ein ganz, ganz großes ... Ja.
01:00:58: Vergnügen, mich mit Ihnen mal unterhalten zu dürfen.
01:01:00: Vielen, vielen Dank.
01:01:01: Gerne.
01:01:02: Gehe ich gerne zurück.
01:01:03: Danke schön.
01:01:04: Und ich wünsche Ihnen und Ihrem Team weiterhin alles, alles Gute.
01:01:07: und vielen Dank auch für Ihre Offenheit, dass Sie gesagt haben, wer sich mal von Ihnen eine Meinung einholen will oder sich bei Ihnen mal melden will, da kann sich gerne mal bei der Ariane Clinic hier neu melden.
01:01:20: Ganz herzlichen Dank dafür.
01:01:29: Der Donau-Dreifem-Gesundheitscheck.
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